Kunst um Weihnachten. Pater Jean-Sébastien über Tannenbäume, Krippen und die Bedeutung von Weihnachten

Von Riccardo Khoyi

Nur noch vier Sonntage sind es bis Weihnachten und man beginnt die Atmosphäre zu spüren. In vier Beiträgen begleiten wir Euch durch die Weihnachtszeit. Den Auftakt macht P. Jean-Sébastian, den wir über das Thema “Kunst und Weihnachten” befragt haben.

Beginnen wir mit dem Tannenbaum, der, wie auch immer man Kunst definiert, einem gleich zu Beginn in den Sinn kommt. Der Tannenbaum ist eine Erinnerung an den Baum der Erkenntnis im Paradies. Die Kugeln sind die Äpfel, die von Adam und Eva gegessen wurden, die Girlande symbolisiert die Schlange, das Gebäck das Brot des Lebens, die Lichter das Licht der Welt, das Jesus selbst war, und die Geschenken erinnern uns an die Geschenke der drei Könige. Der Tannenbaum ist somit ein uraltes Symbol, dessen Wurzeln in verschiedenen Urkulturen zu finden sind und der sich im 18. Jahrhundert zu dieser Christlichen Symbol entwickelt hat. Anfangs wurden auch tatsächlich Äpfel statt Kugeln verwendet.

Für die Kirche ist Jesu Geburt jedoch gar nicht das Zentrum des Kirchenjahres, sondern vielmehr die Auferstehung zu Ostern. In der Einsiedler Kirche ist die grösste bemalte Fläche dennoch eine Darstellung der Geburt Christi und auch eine Krippe wird im Advent in der Kirche aufgebaut.

Schon seit dem 14. Jahrhundert stellt man in christlichen Kirchen regelmässig Krippen auf. Weihnachtliche Darstellungen sind aber schon im 4. Jahrhundert auf Sarkophage zu finden. Die älteste erhaltene Krippe ist in Rom und wurde 1291 für die Kirche S. Maria Maggiore gemacht. Heutzutage ist es eine grosse Tradition im Süden Italiens. Berühmte Schweizer Krippen sind derzeit auch im Landesmuseum Zürich in einer eigenen Ausstellung zu sehen.

Und was ist für Sie Weihnachten, P. Jean-Sébastien?

Für P. Jean-Sébastian ist Weihnachten mit dem Geheimnis ,,des Fleischgewordenes Wort (Logos)’’ und des Licht in der Nacht verbunden(Siehe Johannes 1, 1ff.), weil es der Hauptgrund ist, warum wir Weihnachten feiern. Neben dem religiösen Element ist Weihnachten für ihn aber auch das Fest der Familie und der Liebe, sowie des Teilens, und dies nicht zuletzt um ein feines Christi-Geburt Essen Heutzutage feiert er Weinachenten im Kloster mit seinen Mitbrüdern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: