“Grosse Persönlichkeiten in der Schulbibliothek”

Kennst Du Frida Kahlo, Nelson Mandela und Ovid? In den folgenden Büchern aus der Schulbibliothek findest Du weitere Informationen zu diesen grossen Persönlichkeiten aus Geschichte, Kunst und Kultur.

Anne Frank

«Wie wunderbar, dass man sofort beginnen kann, die Welt zu verbessern.»

Anne Frank ist das Mädchen, das im Hinterhaus eines Amsterdamer Wohnhauses den Nationalsozialismus erlebte und in ihrem authentischen Tagebuch von dieser Zeit erzählt. Ihre Geschichte ist in vielen Formen verewigt worden und ist nun auch in Comic-Form erschienen. Das Buch zeigt mit lebhaften Bildern ihr Leben auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus.

Geboren wurde Anne Frank als Kind jüdischer Eltern am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main. Der Nationalsozialismus erschwerte ihr und ihrer Familie das Leben, sodass sie in die Niederlande auswanderten, um der Verfolgung zu entgehen. Am 5. Juli 1942 erhielt die Familie Frank eine Vorladung sich für ein Arbeitslager in Deutschland zu melden und so tauchte die Familie anschliessend am 6. Juli im Hinterhaus der Prinsengracht 263 unter. Dort  wurde sie am 4. August 1944 mit den anderen Untergetauchten von zwei ihrer Helfer verraten und anschliessend verhaftet. In dieser Zeit hielt Anne Frank ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch fest. Dieses Tagebuch wurde nach dem Krieg als «Tagebuch der Anne Frank» von ihrem Vater, dem einzigen Überlebenden ihrer Familie, veröffentlicht. Da Anne Frank im März 1945 zusammen mit ihrer Mutter Margot Frank im KZ Bergen-Belsen ermordet wurde, konnte sie ihr Buch nicht mehr weiterführen. Heute gilt das Tagebuch als ein historisches Dokument aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Lisa Stäuble (5c) &  Chiara Patrignani  (5c)

Frida Kahlo

«Was mich nicht tötet, nährt mich.»

Die meisten Künstler malen das Abbild eines idealen Menschen. Nicht so Frida Kahlo. Sie stellte sich selbst stets als verwunderten Menschen dar. Neben unzähligen Krankheiten, wie Kinderlähmung und Lungenembolie, wurde Frida auch Opfer eines Verkehrsunfalls. Dabei bohrte sich eine Stahlstange durch ihre Becken.  Von da an musste sie zur wortwörtlichen Aufrechterhaltung ihres Körpers zeitweise ein Schnallenkorsett tragen. Ihre körperlichen Schmerzen stellt sie in diversen Gemälden dar. Das Malen wurde zum Ausdruck ihrer seelischen Qualen.

Geboren wurde Frida Kahlo 1907 in Mexiko, sie änderte später aber ihr Geburtsjahr auf 1910, das Jahr, in dem die Mexikanische Revolution stattfand. Sie befand es für wichtig hervorzuheben, dass ihr Leben in ihren Augen mit dem neuen Mexiko begonnen habe. Mit 19 Jahren malte sie ihr erstes Selbstporträt. Später heiratete sie den mexikanischen Maler Diego Rivera, der bereits weltberühmt war. Ihre Augenbrauen gelten als ihr Markenzeichen. In künstlerischer Hinsicht wurde sie zur Vertreterin des Surrealismus. Ihre Selbstporträts wurden von der mexikanischen Regierung sogar offiziell zum «nationalen Kulturgut» erklärt.

Lisa Stäuble (5c) &  Chiara Patrignani  (5c)

Martin Luther King

“Leben für die Freiheit, statt Überleben in Unterdrückung.”


Wir sind besessen von Helden. Menschen, die Grosses leisteten, Menschen, die fremde Völker eroberten, Menschen, die jedes Risiko eingingen und siegten. Wir lieben Helden, weil sie uns ein Ideal vermitteln, welches nur wenige Menschen je erreichen werden. Die Geschichte der Menschheit scheint uns geformt von diesen grossen Männern und Frauen, welche durch ihre Taten Unsterblichkeit erlangt haben. Ihr kennt sie alle: Alexander, Caesar, Napoleon. Dieses Buch handelt jedoch nicht von grossen Feldherren. Dieses Buch wirft einen Blick auf die Gegner jener Männer. Es sind Menschen, die den Mut hatten, ein mörderisches Regime zu bekämpfen, gleiche Rechte für alle Menschen zu fordern oder den Status Quo in Frage zu stellen.

Die Namen dieser Helden sind für viele gleichbedeutend mit Freiheit oder Gleichheit. So zum Beispiel Martin Luther King, der in den 60er Jahren das “Civil Rights Movement” in den USA begründete, welches Gleichberechtigung für Schwarze forderte. Kings bewegende “I have dream”-Rede ist heute ein Credo geworden für jene, die für die Freiheit aller kämpfen. Kings starke Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes, begründet auf seinem tiefen Glauben an Gott, haben die Menschen bis heute berührt und inspiriert.

Doch der Kampf für die Menschenrechte ist längst nicht vorbei. In vielen Ländern der Welt werden noch heute bestimmte Gruppen aufgrund ihrer Sexualität, ihrer Rasse oder ihres Geschlechts unterdrückt. Schirin Ebadi wuchs im Iran auf. Als in den späten 70er Jahren der tyrannische Schah durch eine Revolution gestürzt wurde, verwandelte sich das Land innert kürzester Zeit in einen streng religiösen Gottesstaat. Der Koran schreibt den Frauen absoluten Gehorsam gegenüber ihren Männern vor, doch Schirin Ebadi wagte es, sich mit aller Kraft gegen das neue Regime zu wehren. Sie ist davon überzeugt, dass der Islam eine Reform benötigt. Sie kämpft für eine Zukunft, an die sie glaubt, eine Zukunft, in der der Iran eine Demokratie ist, in der beide Geschlechter gleichberechtigt sind. Ein Leben für den Frieden – Berühmte Menschen gegen Krieg und Gewalt im Porträt findest Du in diesem Sammelband der Arena Bibliothek des Wissens.

Max Somm (5c)

Nelson Mandela

 Sein Leben erzählt eine Geschichte, die in schroffem Gegensatz steht zu dem Zynismus und der Hoffnungslosigkeit, die so häufig unsere Welt befallen.“

Wer kennt ihn nicht? Nelson Rolihlahla Mandela – der Held im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. Am 18. Juli 1918 im Dorf Mvezo im Südosten Südafrikas geboren, wird er nach seinem Beitritt in den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) 1943 zum Anführer einer gewaltlosen Widerstandskampagne gegen die Rassentrennung ernannt. 1956 wird er zum ersten Mal verhaftet, später aber wieder freigelassen. 1964 wird er zu lebenslanger Haft verurteilt, welche er auf der bekannten vor Kapstadt gelegenen Strafgefangenen-Insel Robben Island verbrachte. Nach seiner Freilassung im 1990 bekommt er zusammen mit Präsident Frederik de Klerk den Friedensnobelpreis. Schliesslich wird er am 10. Mai 1994 Präsident der Republik Südafrika, bevor er am 5. Dezember 2013 im hohen Alter von 95 Jahre in Johannesburg stirbt.

In diesem Buch findet man neben der Geschichte seines politischen Engagement auch unbekannte, dennoch wichtige Zitate, zusätzlich ein sehr interessantes Vorwort von Barack Obama, indem er mit voller Begeisterung von Madiba spricht: „Sein Leben erzählt eine Geschichte, die in schroffem Gegensatz steht zu dem Zynismus und der Hoffnungslosigkeit, die so häufig unsere Welt befallen.“

Elisa van der Kammen (5c)

Shakespeare

„O Romeo, Romeo, wherefore art thou Romeo?“
„O Romeo, Romeo, warum bist du Romeo?“

Dies ist eines der bekanntesten Zitate aus dem von Shakespeare (gestorben 1616) verfassten Drama „Romeo and Juliet“. Erzählt wird darin die berühmte Geschichte der grossartigen Liebe zwischen Romeo Montague und Juliet Capulet. Der langjährige Streit zwischen ihren beiden Familien hatte tragische Folgen, die von Hass und Verzweiflung gekennzeichnet sind.

Shakespeare war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler und galt  für die meisten deutschsprachigen Schriftsteller des 18. Jahrhundert als Vorbild. Nebst Romeo und Julia schrieb er in Stratford-upon-Avon unter anderem auch „Ein Sommernachtstraum“ (A Midsummer Night’s Dream; 1595), „Der Kaufmann von Venedig“ (The Merchant of Venice; 1596), „Hamlet“ (1601) und „Macbeth“ (1608).  Im vorliegenden Buch findest du den englischen Originaltext, ergänzt durch detaillierte Hintergrundinformationen in den Fussnoten. Für Theaterfans ein Muss!

Elise van der Kammen (5c)

Ovid

Der Verwandlungskünstler

Über das Leben von Ovid, mit vollständigen Namen «Publius Ovidius Naso», existieren fast nur aus seinen eigenen Werken Informationen. Was wir wissen: Ovid war ein römischer Dichter, der im 1. Jahrhundert n. Chr. lebte. Er nahm juristische Ämter an, bis er seine juristische Karriere für die Dichtung aufgab.

Sein erstes Werk nennt sich «Amores». Es ist eine Sammlung von Liebesgedichten, diezu seiner Popularität in Rom führte. Ein Beispiel wäre ein Gedicht an die Göttin der Morgenröte, Aurora, in der er sie anklagt, dass sie die Liebesnacht zu schnell beendet hat. Er beschimpft sie dermassen, dass diese rot wird und im Himmel somit die Morgenröte entsteht. Das wohl bekannteste Werk trägt den Namen «Metamorphosen» und bildet den Hausschatz der antiken Mythologie.

Und wusstest du eigentlich, wie die Frösche entstanden sind?  Ovid beschreibt er in seinem Text «Die lykischen Bauern» die Entstehung der Frösche. Die Göttin Latona bittet die Bauern am See um Zugang zum Wasser, um ihren Durst zu stillen. Als diese ihr jedoch den Zugang verweigerten und sie demütigten, wurde sie zornig. Daraufhin sprangen die Bauern ins Wasser und vergruben ihre Körper im Schlamm. Sie begannen daraufhin unter Wasser zu reden. Der Hals schien verschwunden zu sein, der Rücken wurde grün und der Rest des Körpers wurde weiss. Und so hüpften sie als neue Frösche im schlammigen Wasser.

Anjuli de Vries (5c)

Marie Curie

“Man muss an seine Berufung glauben.”

Marie Skłodowska Curie (* 7. November 1867 in Warschau; † 4. Juli 1934 in Sancellemoz) war eine Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft. Da man zu dieser Zeit noch keine Frauen zum Studium zuliess, ging sie nach Paris und studierte dort Physik und Mathematik. Trotz vieler Widerstände erarbeitete sie sich ihren Traum, sich in der Welt der Wissenschaft zu etablieren. Zusammen mit ihrem Mann entdeckte sie die Elemente Polonium und Radium. Während des Ersten Weltkrieges widmete sich Marie Curie als Radiologin der Behandlung verwundeter Soldaten. Sie hat in der Wissenschaft vieles geleistet, vor allem grosse Entdeckungen rund um die Radioaktivität.

Wusstest du, dass Marie Curie bisher die einzige Frau unter den vier Mehrfach-Nobelpreisträgern ist? Dieses Buch der Reihe Arena Bibliothek des Wissens bietet viele spannende Einblicke in ihr Leben, von klein auf bis hin zu ihrem grossen Erfolg, veranschaulicht durch authentische Fotografien aus ihrem Leben und witzigen Comics, besonders geeignet für junge Leser und angehende Atomphysiker.

Shirley Kälin (5c)

Ludwig van Beethoven

Der taube Klavierspieler

Ludwig van Beethoven war ein deutscher Pianist und Komponist, der die Weimarer Klassik mit seiner Musik prägte und auch der Musik der Romantik den Weg bereitete. Sein Schicksal traf ihn schwer, er verlor zunehmend sein Gehör. Eine Zeit voller Verzweiflung stand ihm bevor, doch auch diese Prüfung und die bittere Erfahrung bereicherten seine späteren Meisterwerke.

Beethoven komponierte viele Werke.  Fidelio, welcher seine einzige Oper ist, Violinkonzerte, Klaviersonaten und zahlreiche Symphonien. Vor allem die Symphonie Nr. 9 hat ihm Ruhm verschafft, denn mit diesem Meisterwerk erneuerte Beethoven die Gattung der Symphonie, indem er dem Orchester einen Chor und Solisten beistellte. Bekannt wurde die 9. Symphonie durch Schillers Text, die berühmte Ode an die Freude.

Die Schulbibliothek bietet nicht nur diverse Bücher, sondern auch CDs von bekannten Komponisten, wie du nebenan sehen kannst. Das Booklet enthält nicht nur eine Auflistung seiner Werke, die du dir entspannt anhören kannst, sondern es enthält auch einen informativen Anhang, in dem auf paar wenigen Seiten die wichtigsten Lebensdaten des Komponisten aufgeführt werden.

Shirley Kälin (5c)

Coco Chanel

«Das kleine Schwarze»

Niemand prägte die Modewelt so wie Coco Chanel. Trotz aller Hindernisse und aus einfachsten Verhältnisse stammend fand sie ihren Platz in der Modewelt, die sie nachhaltig revolutionierte.  Sie kürzte den Rock, kreierte das Badekostüm, den Modeschmuck und nicht zu vergessen, das absolute «Muss» im Kleiderschrank jeder Frau, «das kleine Schwarze». Erst durch Coco Chanel wurde Paris zur Modemetropole, wie wir sie heute kennen. Sie wusste ihre Reize einzusetzen und beherrschte jahrzehntelang die Modewelt.

Wusstest du, dass sie sogar mit Persönlichkeiten, wie Picasso und Strawinsky  befreundet war? Doch zuletzt erkämpfte sie ganz allein ihre Position. Falls du Interesse an der Mode, ihrem Leidensweg, aber auch an ihrer Erfolgsgeschichte hast, ist dieses Buch genau das Richtige für dich. Lass dich durch ihr Leben führen und lerne eine etwas andere Heldin unserer Zeit kennen.

Nadine Woolley (5c)

Der Dalai Lama

«Man kann ohne Religion, nicht aber ohne Spiritualität leben.»


Brauchst du eine Abwechslung zum anstrengenden Schulalltag? Der vierzehnte Dalai- Lama, höchster Trülku innerhalb der Hierarchie der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus, spricht in diesem Buch, seiner „spirituellen Autobiographie“,  über sein Leben.

Aber noch mehr: Er wirft auch grosse Fragen auf:   «Was bringt der Mensch mit bei seinem Eintritt ins Leben? » «Was hinterlässt er, wenn er geht?». Dabei liegen ihm als vierzehnter Dalai-Lama drei Dinge am                                                                                                                                                                                                        Herzen: die Förderung der menschlichen Werte, der Dialog der Religionen und die tibetische Freiheit. «Man kann ohne Religion, nicht aber ohne Spiritualität leben?», sagt der Dalai Lama. Was ist deine Meinung dazu?

Nadine Woolley  (5c)

Platon

Der Höhlenmensch

Platon, ein griechischer Philosoph, ist bis heute weithin bekannt. Unter anderem war er ein Schüler von Sokrates, der die attische Philosophenschule begründete. Platon selbst gründete die platonische Akademie, ebenfalls eine Philosophenschule.

Bist du ein Höhlenmensch?

Auf der Suche nach Erkenntnis erstellte er das bekannte «Höhlengleichnis». Darin erklärt er, dass man sich metaphorisch in einer Höhle befindet, in der man an eine Mauer gekettet ist. Hinter der Mauer befindet sich ein Feuer, welches einen Schatten an die Wand direkt vor uns wirft. In Wirklichkeit aber sind diese Schatten nicht die Realität, was wir jedoch nicht erkennen. Sobald wir es erkennen und uns aus der Höhle bewegen wollen, treffen wir auf das wahre Licht der Sonne, also die Wahrheit. Dieses Licht schmerzt uns aber so stark, dass wir lieber wieder in die Höhle zurückkehren, um mit der angenehmeren Lüge zu leben.

Das Höhlengleichnis

Anjuli de Vries (5c)

Die Idee und das Konzept der Vorstellung der verschiedenen Persönlichkeiten stammt von Maria Egartner. Die Texte wurden von sieben SchülerInnen der Klasse 5c verfasst. Die Autoren sind Nadine Woolley, Shirley Kälin, Chiara Patrignani, Max Somm, Anjuli de Vries und Elise van der Kammen. Das ursprüngliche Layout, wie es in der Printversion in unserer Schulbibliothek zu finden ist, stammt von Lilly Gygax (6c).

 

2 Gedanken zu „“Grosse Persönlichkeiten in der Schulbibliothek”

  • September 9, 2017 um 15:22
    Permalink

    lieber Benedikt

    Sehr gut geschrieben. Chapeau!

    Lieber Gruss

    Urs

    Antwort
  • Februar 20, 2018 um 06:27
    Permalink

    Hallo Benedikt

    Dein Kommentar hat mich gerade dazu bewogen, das Buch zu bestellen und selbst zu lesen, vielen Dank für deine tolle Arbeit!

    Gruss Christian Simon

    Antwort

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