{"id":6020,"date":"2023-01-23T17:00:12","date_gmt":"2023-01-23T16:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stiftsforum.ch\/blog\/?p=6020"},"modified":"2023-02-23T15:09:37","modified_gmt":"2023-02-23T14:09:37","slug":"das-mega-interview","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stiftsforum.ch\/blog\/?p=6020","title":{"rendered":"Das MEGA-Interview"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>&#8230; \u00fcber alte Sprachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>von Raya und Lilly<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir haben die Lehrer der alten Sprachen interviewt und sie danach gefragt, welche Bedeutung die alten Sprachen auch f\u00fcr heute haben und wie sie zu ihren F\u00e4chern gekommen sind.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg\"><img data-attachment-id=\"6110\" data-permalink=\"http:\/\/www.stiftsforum.ch\/blog\/?attachment_id=6110\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?fit=2560%2C1920\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-A528B&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1676401754&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.23&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;500&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03030303030303&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Fachschaft-Alte-Sprachen\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?fit=300%2C225\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?fit=800%2C600\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen.jpg?resize=800%2C600\" alt=\"\" class=\"wp-image-6110\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?resize=1024%2C768 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?resize=300%2C225 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?resize=768%2C576 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?resize=1536%2C1152 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?resize=2048%2C1536 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?w=1600 1600w, https:\/\/i0.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Fachschaft-Alte-Sprachen-scaled.jpg?w=2400 2400w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><figcaption>Sieben Latein- und Griechischlehrer vermitteln an der Stiftsschule Denken, Kultur und Sprache(n) der Antike &#8211; &#8220;eine Denkschule&#8221; auch f\u00fcr heute.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wieso haben Sie eine tote Sprache gelernt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Mauritius:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe nicht eine tote Sprache gelernt, sondern mehrere. Meine erste tote Sprache war Latein. Damit habe ich begonnen, als ich mit 13 Jahren an die Stiftsschule kam. Warum ich das tat, wusste ich nicht. Es war einfach auf dem Stundenplan. Ich konnte mir gar nicht richtig vorstellen, was man im Lateinunterricht \u00fcberhaupt macht. Ich dachte, vielleicht lernen wir einfach ein paar lateinische Fachausdr\u00fccke, die man sp\u00e4ter evtl. im Medizinstudium braucht, oder um die lateinischen Ges\u00e4nge in der Messe zu verstehen. Ich hatte keine Ahnung, dass es heute noch lateinische Texte gibt, ja ganze B\u00fccher und Bibliotheken. Das konnte ich mir alles gar nicht vorstellen und meine Eltern wussten es auch nicht, weil niemand in meiner Familie jemals Latein gelernt hatte. Aber Latein hat mir sehr gefallen und wurde neben Mathematik mein Lieblingsfach. Und als es dann um die Wahl des Schwerpunktfaches ging, wollte ich unbedingt Griechisch machen, weil ich mehr dar\u00fcber erfahren wollte und weil die Alternativen damals nur Englisch und Italienisch waren und ich m\u00fcndliche Fremdsprachen nicht gerne hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich dann nach der Matura als Soldat arbeitete, hatte ich oft Nachtschichten, in denen es ziemlich langweilig war. Und um trotzdem etwas Sinnvolles aus dieser Zeit zu machen, habe ich begonnen, die dritte tote Sprache zu lernen: Hebr\u00e4isch. Auch das gefiel mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter habe ich im Rahmen meiner Ausbildung in Bibelwissenschaften auch noch Aram\u00e4isch, Koptisch und Syrisch gelernt. Wenn man bei einer schwierigen Stelle in der Bibel nicht mehr weiter weiss, kann man leider den Schreiber nicht mehr fragen, denn er ist schon seit 2000 Jahren tot. Aber man kann nachschauen, wie Menschen, die fr\u00fcher lebten, diese Stelle verstanden und in ihre Muttersprache \u00fcbersetzt haben. Und vielleicht hilft das, um die schwierige Stelle zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>J\u00fcrg Rohner<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Das habe ich gar nicht. Ich habe eine unsterbliche Sprache gelernt. Sie lebt weiter in so vielen modernen Sprachen; nicht nur in den romanischen Sprachen wie Italienisch, Franz\u00f6sisch, Spanisch etc., sondern beispielsweise auch im Englischen, dessen Wortschatz zu 60% auf lateinische Urspr\u00fcnge zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann. Latein ist aber auch anderswo lebendig, man denke unter anderem an die Kirche, die Jurisprudenz oder die Wissenschaft im Allgemeinen. \u2013 Ich war schon immer fasziniert von der Antike und ihrer Kultur, von der die unsere entscheidend gepr\u00e4gt ist. Zudem bin ich ein sehr analytisch denkender Mensch und liebe Sprachen. Da ist Latein die ideale Kombination!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Ich habe eine unsterbliche Sprache gelernt. <\/p><cite>J\u00fcrg Rohner<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Francesco De Vecchi<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer vom Tod von Sprachen spricht, kann nicht begreifen, was der Stellenwert des Lateinischen ist. Sprachen sterben nicht einfach, obwohl man das manchmal h\u00f6ren kann. Aber dann w\u00e4ren sie ja tot und vorbei und vergessen. Sind sie das? Warum lernen wir Latein? Warum Franz\u00f6sisch und Italienisch und die \u00fcbrigen romanischen Sprachen, die ja sp\u00e4te lateinische Dialekte darstellen? Latein ist nicht tot, sondern vielmehr, wie Herr Rohner trefflich ausdr\u00fcckt, unsterblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe Latein am Gymnasium gelernt und Griechisch an der Universit\u00e4t, weil mich das Gedankengut und die Literatur der Griechen interessiert hat, und seither l\u00e4sst es mich nimmer los. Die Griechen sind eine Wucht! Ich werde nicht satt an ihnen, sie sind nicht erledigt, beispielsweise Homer. Da geht es mir mit anderer Literatur ganz anders.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Tobias Ebneter<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Na ja, streng genommen ist Latein keine tote, sondern eine nicht-gesprochene Sprache. Tote Sprachen sind Sprachen, von denen es keine \u00dcberreste gibt. Dies kann man ja vom Latein nun wirklich nicht behaupten, f\u00fcllen die Restbest\u00e4nde \u00fcber fast zwei Jahrtausende doch ziemlich grosse Bibliotheken. Zur Frage: Mir war klar, dass ich Geschichte studieren und wohl mal in Richtung Lehramt gehen will. Da wollte ich als zweites Fach nicht etwas haben, was alle haben. Und nat\u00fcrlich hatte ich ein Faible f\u00fcr Latein. Mir machte das \u00abknobelartige\u00bb Spass, logische Zeichen (d.h. Interpretation von Endungen etc.) logisch zu einem sinnvollen Ganzen zu kombinieren. Und dies in einer Art Wettkampf \u00abIch gegen Caesar\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Tote Sprachen sind Sprachen, von denen es keine \u00dcberreste gibt. Dies kann man ja von Latein nun wirklich nicht behaupten, f\u00fcllen die Restbest\u00e4nde \u00fcber fast zwei Jahrtausende doch ziemlich grosse Bibliotheken.<\/p><cite>Tobias Ebneter<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>P. Thomas: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Halt! Ist Latein wirklich tot? Klar, niemand lernt mehr diese Sprache von klein auf als Muttersprache. Aber es gibt viele Dinge, die \u00fcber diese Sprache laufen, vor allem in der Kirche: Wichtige Verlautbarungen des Papstes beispielsweise werden in diese Sprache geschrieben. Und auch wir M\u00f6nche beten jeden Tag quicklebendig in Latein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oliver Verlage: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, weil ich Latein schon in der Schule gut konnte. F\u00fcr mich waren \u00dcbersetzungen immer wie kleine R\u00e4tsel oder Knobelaufgaben. Dar\u00fcber hinaus hat es mich fasziniert, \u00fcber die lateinische Sprache eine mir bis dahin vollkommen fremde Welt kennenzulernen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was unterscheidet ihre Sprache von den anderen toten Sprache?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Mauritius<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Ich weiss nicht genau, was ich dazu sagen kann. Jede Sprache ist auf ihre Weise einzigartig und faszinierend.<\/p>\n\n\n\n<p><em>J\u00fcrg Rohner<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits gesagt: Die Sprache Latein ist nicht tot, sondern unsterblich. (Siehe Frage 1)<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso ist auch das Griechische lebendig. Seine Bedeutung ist kann gut mit derjenigen des Lateinischen verglichen werden. Was das Griechische allerdings nicht vorzuweisen hat, ist die grosse Anzahl an Tochtersprachen des Lateinischen (Italienisch, Franz\u00f6sisch, Spanisch, Portugiesisch, Rum\u00e4nisch, R\u00e4toromanisch &#8230;). Was die Sprachsch\u00f6nheit anbetrifft, scheiden sich die Geister.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Francesco De Vecchi<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Griechisch ist halt eine andere Sprache als Latein, mit anderer Schrift. Mich interessieren weniger die Unterschiede, immer mehr interessieren mich die Gemeinsamkeiten, auf grammatischer, stilitischer und inhaltlicher Ebene. Und mich interessieren die Prozesse, die n\u00f6tig sind, eine Aussage von einer Sprache in eine andere zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Tobias Ebneter: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss beichten: ich bin nur ein halber Altphilologe. Ich spreche kein Griechisch.&nbsp;\u2639&nbsp;Ich kann deshalb nicht kompetent Auskunft geben. Aber der Vorteil des Latein ist sicher, dass wir uns die lateinische Schrift gewohnt sind und es deshalb keine H\u00fcrde beim Lesen und Schreiben gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Thomas: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie weist eine sehr grosse \u00c4hnlichkeit zu jenen (Fremd-)Sprachen auf, die wir bereits kennen, also die modernen romanischen Sprachen; das ist bei anderen alten Sprachen weniger der Fall. Latein ist uns deshalb wohl am n\u00e4chsten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oliver Verlage: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ausser dem Lateinischen kenne ich nur das Griechische gut genug, um dazu etwas sagen zu k\u00f6nnen: Ich habe immer gefunden, dass das Griechische modernen Sprachen irgendwie n\u00e4her ist als das Lateinische. Am Lateinischen hat mich wohl gerade fasziniert, dass es ein wenig sperrig wirkt, wenn man es neu kennenlernt. Irgendwie so gar nicht, wie man es aus den modernen Sprachen kennt. Auch wenn das bei n\u00e4herem Hinsehen z.T. t\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist das Ziel davon, eine alte Sprache zu lernen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Mauritius<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel ist, das Denken, die Kultur, die Geschichte von damals besser zu verstehen. Unsere europ\u00e4ische Zivilisation hat eine ca. 3000-j\u00e4hrige Geschichte. Das sind unsere Wurzeln. Wer die Gegenwart verstehen will, muss die Vergangenheit kennen. Niemand kann ohne Wurzeln leben. Die alten Sprachen helfen uns, mit unseren Wurzeln in Verbindung zu bleiben. Und dar\u00fcber hinaus macht es auch einfach Spass.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Niemand kann ohne Wurzeln leben.<\/p><cite>P. Mauritius<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>J\u00fcrg Rohner<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist der Sprachkompetenz ungemein zutr\u00e4glich, Latein oder Griechisch zu lernen. (Im Lateinunterricht lerne man erst so richtig Deutsch, h\u00f6re ich immer wieder). Es geht darum, seine sprachliche Formulierf\u00e4higkeit zu verbessern, Sprachfinessen gezielt wahrzunehmen, Sprachstrukturen zu erkennen etc., kurz: im Umgang mit der Sprache trainiert man seine Denk- und Analysef\u00e4higkeit. Ebenso wichtig ist das kulturelle Verst\u00e4ndnis, welches der Lateinunterricht f\u00f6rdert. Etwas plakativ gesagt: die Wiege unserer Kultur liegt in Athen und Rom. Um zu verstehen, wer wir sind und wohin wir gehen (wollen), m\u00fcssen wir wissen, woher wir kommen. Zukunft braucht Herkunft!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Francesco De Vecchi<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Die klassischen Sprachen lernen wir f\u00fcr das, was ich einen Menschwerdungsprozess nennen w\u00fcrde. Menschheit ist f\u00fcr mich nicht ein biologisches Konzept, sondern verstehe ich als kulturelles Geschehen. Ein sich-Einreihen in die Kultur, die ja letztlich aus der Antike stammt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#8220;Zukunft braucht Herkunft&#8221;<\/p><cite>J\u00fcrg Rohner<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Tobias Ebneter:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir arbeiten mit Texten ja nicht alleine des \u00dcbersetzens wegen. Die Texte haben ja auch Inhalte und die haben uns h\u00e4ufig auch im Jahr 2023 noch was zu sagen. Entweder in ihrer Parallelit\u00e4t zu unserer Gegenwart oder eben gerade in der Unterschiedlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch das \u00dcbersetzen hat einen Wert. So hat eine Untersuchung der ETH ergeben, dass Studierende der Alten Sprachen mit zu den Erfolgreichsten am Schluss das Basisjahres geh\u00f6ren. Die Erkl\u00e4rung des ETH Rektors daf\u00fcr, weshalb die anderen h\u00e4ufig schlechter abschnitten, lautete: \u00abDiese Maturanden k\u00f6nnen sich sprachlich zu wenig pr\u00e4zise ausdr\u00fccken. Das ist entscheidend, weil in den Naturwissenschaften \u2013 sicher viel st\u00e4rker als in der Literatur \u2013 jedes Wort eine genaue Bedeutung hat. Dieses Textverst\u00e4ndnis lernt man im Gymnasium in der Mathematik und in den \u2018Alten Sprachen\u2019.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann gibt es noch eine tieferliegende Ebene, die \u00fcber das konkrete Sprache lernen hinausgeht. Ein Cousin von mir, der jetzt Arzt ist und kein guter Lateinsch\u00fcler war, hat mir das f\u00fcr sich mal so erkl\u00e4rt: Ihm habe prim\u00e4r Latein als Denkschule etwas gebracht. Er habe gelernt, wie man ein Problem Schritt f\u00fcr Schritt angehe und keine voreiligen Schlussfolgerungen ziehe. Ein lateinischer Satz sei wie eine Krankheit, die ein Patient von ihm habe: Die einzelnen Symptome m\u00fcssten zusammengesetzt werden, damit ihm der Sinn des Ganzen klar werde. Erst dann k\u00f6nne er den Patienten behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Thomas: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Sprache lernen heisst immer auch, in das Denken und F\u00fchlen von fremden Menschen hineinzuschauen. In den h\u00f6heren Klassen \u00fcbersetzen wir nicht nur echte Texte, sondern diskutieren auch deren Inhalt, etwa in Philosophie. Da er\u00f6ffnet sich uns eine spannende Welt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oliver Verlage: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Weder im Deutsch-Unterricht, noch in irgendeinem anderen Sprachfach geht es heute darum zu verstehen, wie Sprache eigentlich funktioniert, dass Grammatik und Logik eng miteinander verbunden sind und das eine das andere voraussetzt. Es erschreckt mich oft, wie wenig Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler heute \u00fcber Sprache wissen und wie schlecht sie z.T. ihre Erstsprache beherrschen. Dies ist wohl eines der Verdienste des Lateinunterrichtes, dass er solche Fragen noch stellt. Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert der Lateinunterricht das genaue Lesen, man nennt es auch mikroskopisches Lesen. Auch dies ist eine F\u00e4higkeit, die im Grunde nur das Lateinische trainiert. Zuletzt verweise ich noch auf die Grundlagen der europ\u00e4ischen Kultur, die \u00fcber das Lateinische erschlossen werden k\u00f6nnen. Sicher g\u00e4be es noch mehr zu sagen, doch ich m\u00f6chte es dabei belassen und m\u00f6chte nur noch sagen, dass die genannten Verdienste nat\u00fcrlich in gleicher Weise dem Griechisch-Unterricht zugeschrieben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist ihr Lieblingsort in der Antike?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Mauritius<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Im vergangenen Oktober war ich mit einer Gruppe von der Stiftsschule in Trier. Das war eine hochinteressante Exkursion. Trier, lateinisch Augusta Treverorum, war ja einmal die Residenz der r\u00f6mischen Kaiser. Was man da alles ausgegraben hat und nun besichtigen kann &#8211; unglaublich. Das war mein erster, aber sicher nicht mein letzter Besuch in Trier.<\/p>\n\n\n\n<p><em>J\u00fcrg Rohner<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich bietet Italien enorm viel f\u00fcr den Lateiner, darunter speziell Rom oder die Region um Neapel. Als meinen Lieblingsort w\u00fcrde ich aber dennoch Delphi bezeichnen. Jener Ort mit seinem legendenumrankten Orakel fasziniert und ber\u00fchrt mich besonders.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Francesco De Vecchi<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine sehr sch\u00f6ne Frage. Orte und Zeiten sind miteinander verkn\u00fcpft. Ich h\u00e4tte grosse Lust, eine Chordarbietung zu besuchen, vielleicht am Rande eines Staatsfestes in Sparta, oder aber den Chor der Phaiaken, der so pr\u00e4chtig tanzte zu Phemios Lied, wie Aphrodite mit Ares fremd geht und das ganze aufgedeckt wird vom gekr\u00e4nkten Hephaistos. Einen Chor, ja, das m\u00f6chte ich gerne sehn!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Ich h\u00e4tte grosse Lust, eine Chordarbietung zu besuchen, vielleicht am Rande eines Staatsfestes in Sparta.<\/p><cite>Francesco De Vecchi<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Tobias Ebneter: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da ich nie in der Antike gelebt habe, ist das schwer zu sagen. Aber mir gef\u00e4llt das Pantheon in Rom.<\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Thomas: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz klar Rom, aber wohl auch deshalb, weil dort nicht nur Antike zu sehen ist, sondern eine Kontinuit\u00e4t von Bauten \u00fcber alle Jahrhunderte hinweg bis heute.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oliver Verlage: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Frage verstehe ich nicht: Ist gemeint, welches meine liebste antike Kultur ist?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Gott finden Sie am eindr\u00fccklichsten? Warum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Mauritius<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Als Christ und M\u00f6nch bin ich \u00fcberzeugt: Es gibt nur einen wahren Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist. Und was kann es Eindr\u00fccklicheres geben als diese Menschwerdung Gottes? Und dass wir heute von diesem Gott \u00fcberhaupt etwas wissen, verdanken wir \u00fcbrigens den alten Sprachen!<\/p>\n\n\n\n<p><em>J\u00fcrg Rohner<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Hermes. Er hat so viele verschiedene Facetten: Er sch\u00fctzt die Reisenden, die Kaufleute, die Hirten, aber auch die Diebe. Er steht f\u00fcr die Rhetorik, die Gymnastik, die Magie und f\u00fchrt die Toten in die Unterwelt. Wie wir Menschen ist er nicht zu durchschauen und verzaubert gerade deshalb besonders.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Francesco De Vecchi<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>Mir gef\u00e4llt am besten der kleine Hermes aus dem homerischen Hymnus: Er ist so lieb gestaltet, ein Schlingel, ein Schlitzohr, ein Betr\u00fcger, L\u00fcgner, den alle sofort durchschauen, weil er es so offensichtlich macht und so liebenswert. Oft wenn mir Sch\u00fcler offensichtlich einen B\u00e4ren aufbinden, erinnert es mich an den kleinen Hermes und daran, dass man ihn auch gew\u00e4hren lassen muss. Seine Mutter merkt ja, dass er sich fortgestohlen hat, und wenn sie kommt, dreht er sich scheinbar verschlafen in seiner Schwinge, da kann sie ihm nicht b\u00f6se sein. So bev\u00f6lkert die Literatur der Griechen meine Gedankenwelt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Mir gef\u00e4llt am besten der kleine Hermes aus dem homerischen Hymnus: Er ist so lieb gestaltet, ein Schlingel, ein Schlitzohr.<\/p><cite>Francesco De Vecchi<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Tobias Ebneter: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt muss ich mal eine Lanze brechen f\u00fcr Hephaistos. Der ist voll der arme Kerl: die Mutter schmeisst ihn nach der Geburt vom Olymp, weil sie ihn nicht h\u00fcbsch findet, seine Frau Aphrodite betr\u00fcgt ihn dauernd mit Ares und als Dank darf er noch den ganzen Tag in der heissen Schmiede schuften.<\/p>\n\n\n\n<p><em>P. Thomas: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mir ist Ceres ganz sympathisch, weil sie als G\u00f6ttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit gilt; ihr vertrauten die Menschen also den Boden an, ihre Arbeit darauf und ihre Existenz, indem man davon ausging, dass sie die Nahrung schenkt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oliver Verlage: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>G\u00f6ttinnen und G\u00f6tter beeindrucken mich nicht. Spannender finde ich Gestalten wie Medea oder andere, von denen die antiken Mythen erz\u00e4hlen. Wenn ich von den Geschichten ausgehe, die sich um die Gottheiten ranken, so gef\u00e4llt mir vor allem eine Geschichte, in welcher die G\u00f6ttin Leto\/Latona zusammen mit ihren beiden kleinen Kindern Artemis\/Diana und Apollo . . . und am Ende quaken die Fr\u00f6sche im Teich. Worum es in der Geschichte geht, kann ich hier nat\u00fcrlich nicht verraten \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; \u00fcber alte Sprachen von Raya und Lilly Wir haben die Lehrer der alten Sprachen interviewt und sie danach gefragt,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6111,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false},"categories":[3,8],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i2.wp.com\/www.stiftsforum.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Antike.jpg?fit=1920%2C1213","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9nzRF-1z6","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[{"id":6392,"url":"http:\/\/www.stiftsforum.ch\/blog\/?p=6392","url_meta":{"origin":6020,"position":0},"title":"Zwei Stiftssch\u00fclerinnen bestehen Hebraicum an der Uni Luzern","date":"September 11, 2023","format":false,"excerpt":"Foto: P. 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