P.Cyrill informiert über den neuen Rosenkranzgarten

Ein neuer Garten im Innenhof beim Schuleingang zeigt seit wenigen Wochen ein neues Erscheinungsbild und so manche Lehrperson fragte sich bereits, wer und was hinter diesem Gartenkonzept steckt. Bei einer kleinen Führung vergangenen Mittwoch informierte P. Cyrill über die Hintergründe des Projekts.

22.9.2026 «Der Rosenkranzgarten war vor allem ein Anliegen des Wallfahrtsteams», erklärt der Schulseelsorger gleich zu Beginn der Führung. Als Alternative zum Kreuzweg im Klosterwald bestand Bedarf nach einer zweiten Aufenthaltsmöglichkeit, die ebenerdig vor allem auch für Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen mit Rollator zugänglich ist.

So praktisch pastoral die Ausgangsidee, so spirituell ist aber letztlich auch die konkrete Ausführung des Rosenkranzgartens ausgefallen. Nach Plänen eines Innsbrucker Architekten und gemäss Handzeichnungen von P. Cyrill entstand ein Pilgerweg im Kleinen, in dem die Wallfahrer gleich beim Eingangsbereich von Maria, im konkreten Fall als Bronzeguss, abgeholt werden.

«Maria führt uns weiter zu Christus», so P. Cyrill und verweist auf das Kreuz in der Mitte des Gartens.» Das Kruzifix verbindet dabei die Welt der Lebenden und Toten, die gemeinsam die Gemeinschaft der Glaubenden bilden und tatsächlich markiert dieses konkrete Kreuz auch den Ort des historischen Einsiedler Friedhofs, der bis vor rund 400 Jahren an eben diesem Ort angesiedelt war. Die bei den Bauarbeiten zu Tage geförderten Skelette wurden der Kantonsarchäologie übergeben und nach Schwyz gebracht.

Weiter auf den massiven Steinplatten aus Granit, die ursprünglich die Klostertreppe bildeten. «300 Jahre gingen Pilger über diese Treppe», so P. Cyrill, und wir führen als Besucher diesen Pilgerweg der Generationen vor uns fort.

Sternförmig um das Kreuz sind massive Stehlen angeordnet. Die Glasbilder der Künstlerin Jutta Katharina Kiechel sind in zarten Pastelltönen gehalten und zeigen ikonische Szenen der Heilsgeschichte wie die Hochzeit zu Kanaa, ebenso wie symbolische Darstellungen der drei Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung, die traditionell am Beginn eines Rosenkranzgebetes den Gläubigen in Erinnerung gerufen werden. Gegenüberliegend verweisen vier Glasbilder auf den lichtreichen, den schmerzhaften, den glorreichen und den freudenreichen Rosenkranz.

Der Rosenkranzgarten, samt Sitzmöglichkeiten für Gruppen bis rund 25 Personen, ist auch für Schulklassen oder Unterrichtseinheiten zugänglich. Führungen können bei P. Cyrill angefragt werden.

Öffentlich zugänglich ist der neue Rosenkranzgarten täglich ausserhalb der Schulzeiten sowie in der schulfreien Zeit in den Ferien. Von den Rosenkränzen und Flyern im Eingangsbereich darf man sich frei bedienen. Finanziert wurde die Anlage des Rosenkranzgartens durch die grosszügige Spende einer Wohltäterin des Klosters.

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